Jonathan M. Klein, MD
Peer Review Status: Internes Peer Reviewing

Indikationen

A. Behandlung von intubierten Säuglingen mit einer Sauerstoffzufuhr von 30 % oder mehr, deren klinisches Bild und Röntgenbild auf ein RDS hinweisen.
B. Eine prophylaktische Verabreichung kann bei Säuglingen < 26 Wochen EGA erwogen werden.

C. Sekundäre Surfactant-Dysfunktion, Inaktivierung oder Post-Surfactant-Slump.

nicht ansprechen

Dosierungsrichtlinien für die Surfactant-Ersatztherapie auf der Neugeborenenintensivstation
Beschreibung Surfactant
Frühgeborene mit RDS < 700 g Survanta
Frühgeborene mit RDS > 700 g Curosurf
Reifgeborene, die auf 2 Dosen Survanta Infasurf
Reifgeborene, die auf 2 Dosen Curosurf Infasurf
Reifgeborene mit Inaktivierung, Dysfunktion oder Post-Surfactant-Slump Infasurf
Frühgeborene mit Surfactant-Inaktivierung oder Dysfunktion Infasurf

Etiologie der Surfactant-Inaktivierung oder Dysfunktion: Lungenblutung, Sepsis, Pneumonie, Mekoniumaspiration und Post-Surfactant-Slump.

Surfactant-Ersatztherapie bei RDS – Eine frühzeitige Rettungstherapie sollte praktiziert werden: Die erste Dosis muss gegeben werden, sobald die Diagnose eines RDS gestellt wird. RDS bei einem Frühgeborenen ist definiert als Atemnot, die eine Sauerstoffzufuhr von mehr als 30 % durch positiven Druck unter Verwendung von nasalem CPAP oder einem ET-Tubus erfordert, mit einem Röntgenbild des Brustkorbs, das diffuse Infiltrate mit einem glasig-körnigen Aussehen und Luftbronchogrammen aufweist. Idealerweise sollte die Dosis innerhalb von 1 Stunde nach der Geburt, auf jeden Fall aber vor dem 2. Eine erneute Dosis sollte innerhalb von 4 – 12 Stunden verabreicht werden, wenn der Patient noch intubiert ist und mehr als 30 bis 40 % Sauerstoff benötigt.

Eine prophylaktische Therapie (vor der Röntgenaufnahme des Brustkorbs) kann bei Patienten mit Atemnot, die intubiert sind und < 26 Wochen schwanger sind, in Betracht gezogen werden.

Dosierungsrichtlinien auf der Neugeborenenstation
Dosierung Beschreibung
Survanta 4 ml/kg in 4 Aliquots, Wiederholung der Dosis nach Bedarf, wenn sie anspricht
Infasurf 3 ml/kg in 2 Aliquoten, Wiederholung der Dosis nach Bedarf, (Verwendung von „Tropfdosierung bei HFOV“ mit Personal/Fellow besprechen)
Curosurf 2.5 ml/kg in 2 Aliquots, Wiederholung der Dosis (1,25 ml/kg) nach Bedarf, (Anwendung der „in and out therapy“ – schnelle Extubation nach einer Dosis, mit dem Personal/Fellow besprechen)

Weitere Dosen werden im Allgemeinen zurückgehalten, wenn der Säugling weniger als 30 % Sauerstoff benötigt. Die technischen Einzelheiten der Verabreichung werden in der Packungsbeilage und in den Pflegeprotokollen der Neugeborenenintensivstation (NICU) zur Verabreichung erörtert.
Beatmungsmanagement: Die Blutgaswerte sollten innerhalb von 15 bis 20 Minuten nach der Verabreichung überprüft werden, und die Einstellungen des Beatmungsgeräts sollten entsprechend angepasst werden, um das Risiko eines Pneumothorax zu minimieren. Eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs sollte sowohl 1 Stunde als auch 4 – 6 Stunden nach der ersten Dosis überprüft werden, um eine Hyperinflation zu vermeiden.

Überwachung nach der Verabreichung

Die klinische Reaktion ist unvorhersehbar. Die Compliance der Lunge verbessert sich in der Regel, manchmal recht schnell. Die Blutgase sollten häufig überwacht werden, und das Beatmungsgerät sollte so eingestellt werden, dass der PCO2-Wert über 40 bleibt. Gelegentlich verschlechtert sich der Gasaustausch nach der Verabreichung von Surfactant, was eine vorübergehende Erhöhung der Einstellungen zur Erleichterung der Ausbreitung oder des Absaugens bei Verstopfung des ET-Tubus erfordert. In jedem Fall wird eine genaue Überwachung der Brustwandbewegung und eine häufige Kontrolle der Blutgase, insbesondere in den ersten drei Stunden nach der Verabreichung, die Komplikationen eines Volutraumas oder einer Atelektase minimieren.

  1. Prophylaktisch vs. Rescue – Dunn et al, Pediatrics 1991;87:377, Kendig et al. N Engl J Med 1991;324:865, Osiris Exosurf Trial – Lancet 1992
  2. Surfactant Inactivation – Hall et al, Am Rev Respir Dis, 1992;145:24, Seeger et al, Eur Respir J, 1993:6:971
  3. Survanta vs Infasurf – Bloom et al, Pediatrics 1997;100:31
  4. Survanta vs Curosurf – Ramanathan et al, Am J Perinatal 2004;21:109
  5. Terminkinder – Findlay et al, Pediatrics 1996;97:48. Lotze et al, J Pediatr 1998;132:40
  6. Post Surfactant Slump – Katz und Klein, Journal of Perinatology 2006;26:414

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